24/7

Eine DS-Beziehung, die die Rollenverteilung von Dominant/Submissiv (mehr oder minder konsequent) 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche aufrecht erhält.

Abbinden

Hierbei werden Hoden, Penis oder Brüste z.B. mit Lederbändern oder ähnlichem abgebunden.

Absprachen

Besonders bei sich unbekannten Spielpartnern ist die Kommunikation vor einer Session wichtig. Hier sollten zumindest die Vorlieben/Abneigungen und die medizinischen Voraussetzungen abgeklärt werden. Ausserdem sollte ein Safewort ausgemacht werden, welches bei Problemen von beiden Seiten zum Abbruch des Spieles genutzt werden kann.

Andreaskreuz

X-förmiges Kreuz aus Holz oder Metall mit Befestigungsmöglichkeit für Hände und Füße.

Absturz

Spiel, das (meist aus emotionalen Gründen) fehlgelaufen ist. Abstürze betreffen meist die Bottoms, können aber auch Tops ereilen, wenn sie überfordert sind.

Aftercare

Emotionales Auffangen des Partners nach einer Session.

Analverkehr

auch "Pedicatio", Geschlechtsverkehr durch den "Hintereingang". Birgt das grösste Risiko für eine HIV-Infektion, da die Darmwand sehr verletzlich ist.

Anilingus

Lecken und Küssen, Zungenspiele mit der Analregion.

Anus

Unterster Darmabschnitt, gleichzeitig hoch erogene Zone.

Aphrodisiakum

Alle Mittel, die die sexuelle Lust anregen sollen.

Atemkontrolle

Deutscher Ausdruck für Breath Control. Spielform, die die Möglichkeit des Bottom zum Atmen einschränkt.

Augenbinde

Reduzierung der Außenwahrnehmung und damit Erhöhung der Sinneswahrnehmung durch Verbinden der Augen.

Automasochismus

Selbstzufügen von Schmerzen (Experiment oder mangels Partner) als Mittel zur Selbstbefriedigung. Atemkontrollspiele sind die häufigste Todesursache bei autoerotischen/automasochistischen Praktiken von Sadomasochisten, da hierbei der Carotis-Sinus Reflex ausgelöst werden kann und die erforderliche rasche Hilfe nicht geleistet werden kann, weil niemand da ist.

Bastinade

Schläge auf die Füsse, meist im Zusammenhang mit einem Bestrafungszeremonial.

Beherrschung

Es gibt viele Situationen wo Menschen Macht über andere ausüben. Im freiwilligen Spiel können diese Rollen vertauscht oder/und verstärkt erlebt werden. Die Machtbefugnisse, die vom Partner eingeräumt werden, variieren in der Intensität und den Grenzen. Oftmals wird es auch durch das bestehende Vertrauen möglich, weitergehende Fantasien gemeinsam umzusetzen. Hierzu gehört auch die Kontrolle sexueller Reize und Empfindungen. Die gegenseitige Achtung voreinander und Sicherheitsabsprachen ermöglichen das gefahrlose Aus- und Erleben der zum Teil sehr starken Gefühle, die dann die sexuelle Erregung/Befriedigung einschließt.

Beschneidung

Abtrennung genitaler Körperteile.

Frauen
Excision: Amputation der Klitoris.
Infibulation: Zusammennähen der Schamlippen. Zum Zwecke der Geburt und des dazu notwendigen Geschlechtsverkehrs wird die vernähte Vagina wieder geöffnet und anschliessend wieder vernäht.

Männer
Incision: Einritzen der männlichen Vorhaut.
Cirkumcision: Entfernung der Vorhaut (Präputium) des Mannes.

Blind Date

Verabredung mit einer real unbekannten Person, die man durch Kontaktanzeige kennen gelernt hat. Beim ersten Treffen unbedingt eine Person des Vertrauens davon unterrichten.

BDSM

steht für Bondage & Discipline, Domination & Submission, Sadism & Masochism, zu deutsch Fesselung & Erziehung, Beherrschung & Unterwerfung, Sadismus & Masochismus im freien gegenseitigen Einvernehmen mit Partnern, denen das Spaß macht und die sich gegenseitig vertrauen.

Bloodsports

Formen des Spieles, in dem Blut eine übergeordnete Rolle zuteil wird (z.B. Cutting). Hierbei sollte man besonders vorsichtig sein, da Krankheiten durch Blut übertragen werden können.

Bondage

[engl.] Fesselung, erotisches Fesseln.

Bottom

Engl. für "unten". In S/M-Kreisen ein Begriff für den beherrschten, "passiven" Part in einem Spiel (Der aktive Part wird Top genannt).

Branding

Eine Form von Body-Art (Körperkunst). Hierbei wird mit sehr heissen Metallstücken die Haut verbrannt, um so ein permanentes Bild aus den verheilten Narben zu erzeugen. Dies ist nicht ganz ungefährlich, da der Heilungsprozess der Haut nicht genau vorhersagbar ist und die Narben unschön verheilen können. Neuerdings gibt es auch "Brandings", die mit extremer Kälte erzeugt werden.

Buttplug

[engl.] Analstöpsel - ein kegelförmiges Instrument, welches in den After eingeführt wird. Besitzt eine breite Basis, damit es vom Schliessmuskel festgehalten wird und nicht heraus- oder hineinrutschen kann.

Cane / Caning

30-90 cm langer Rohrstock / Rohrstockerziehung mit demselben

Carotis-Sinus Reflex

Regelmechanismus des Blutdrucks am Hals. Verantwortlich für die große Anzahl von Sadomasochisten, die bei Würgespielen sterben. Entlang den Halssschlagadern auf beiden Seiten sind beim Menschen Sensoren für den Blutdruck, die über einen Regelkreis dafür sorgen, dass bei einem Druck über dem Sollwert der Blutdruck heruntergeregelt wird. Diese Rezeptoren können auch durch Druck von aussen, z.B. durch Würgespiele, Schlingen oder auch nur einen festen Griff an die Halsvorderseite aktiviert werden, was zu einem reflexartigen Abfall des Blutdrucks führen kann. Der Bewußtseinsverlust tritt sofort ein, es kommt nicht, wie oft fälschlich angenommen, zu einem Abfall der Sauerstoffversorgung im Gehirn, sprich, einem "Schwarz-Werden'' vor den Augen. Ähnlich wie das reflexartige Zurückziehen der Hand von einer heißen Herdplatte gibt es de facto kein Zeitintervall zwischen Aktivierung des Reflexes durch Druck auf die Halsvorderseite und Verlust des Bewußtseins. Ist der Betroffene nicht in der Lage, in eine waagerechte Position zu fallen (zB. beim Hängen in einer Schlinge oder sonstiger Fesselung), ist der Tod fast sicher. Er selbst kann sich auf keinen Fall alleine befreien.

Clambs

Klammern zum Befestigen an Hoden, Schamlippen oder Brustwarzen.

Cockring

Ring der die Hoden, den Penis oder beides umschließt und so eine Errektion verlängern, bzw. das Ejakulieren verhindern soll.

Cock (and Ball-)Torture

[engl.] Spiele mit Penis und Hoden.

Codewort

Ein abgesprochenes Wort, mit dem ein Partner eine Session in Notfällen sofort beenden kann.

Collar

[engl.] Halsband. Das Tragen des Halsbandes kennzeichnet den Bottom als "Untertan" seines Tops.

Covern

Wichtig bei Treffen mit noch unbekannten Personen. Man vereinbart mit einer Person des Vertrauens bestimmte Zeitpunkte, an welchem man sich telefonisch meldet bzw. hinterläßt dieser Person Daten wie z.B. den Namen und wo man sich trifft. Falls etwas passieren sollte, kann der/die Freund/in reagieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Cunnilingus

Lateinischer Ausdruck für Oralverkehr mit einer Frau.

Cutting

[engl.] Schneidespiele. Form der Bloodsports, bei denen mit Messern (z.B. Skalpell) die Haut des "Passiven" verletzt wird. Hierbei spielt oftmals der rituelle Umgang mit Blut eine große Rolle.

C6

Abkürzung für Cyber-Sex.

Darkroom

Verdunkeltes Zimmer, in dem anonymer Sex ermöglicht wird.

Dehnungsspiele

Anal- oder Vaginalbereich wird schrittweise mit Finger(n), Dildo, etc. gedehnt.

Deprivation (sensual)

[engl.] Sinnesentzug. Dem Bottom werden (alle) Sinneswahrnehmungen entzogen (z.B. durch Augenbinde, Ohrstöpsel etc.). Dies vergrößert die Wahrnehmung der anderen Sinne, bzw. die Empfindlichkeit des Bottom ungemein.

Dental Dam

Ca. 10 x 10 cm grosses Latextuch aus der Kieferchirurgie (dient zum Safer Sex bei Cunnilingus).

Dev (devot)

unterwürfig, ergeben. Besser sollte allerdings "submissiv" benutzt werden, da "devot" im Gegensatz zu "submissiv" eigentlich die Bezeichnung einer Charaktereigenschaft ist.

Dom (domination)

[engl.] Abkürzung für dominant (beherrschend, vereinnehmend). Dominante sind die beherrschenden Partner in Ds Spielen bzw. DS-Lifestyle-Partnerschaften.

Dresscode

[engl.] Kleiderordnung. Auf vielen Parties und Veranstaltungen wird die Erfüllung einer bestimmten Kleidervorschrift verlangt (z.B. Fetisch - Lack, Leder Latex etc. oder schwarze Kleidung).

Discipline

[engl.] für Erziehung

Dungeon

[engl.] Kerker. Ein spezieller Raum, der für SM-Spiele "dekoriert" ist.

Edgeplay

Gefährlichere Spiele, "Spiele an den Grenzen"...

Einlauf

Darmspülung, Klistier.

Elektrostimulation

Elektrische Reize zufügen (bis hin zum Schmerz) / Vorsicht geboten !

Endorphine

Hormone, die der Körper bei Stress oder Schmerz ausschüttet. Sie sind für den "Kick", der sich bei vielen Bottoms/Tops nach einer bestimmten Zeit einstellt, verantwortlich. Der Körper schüttet sie nach ca. 20 Minuten aus und erhöht dadurch die Schmerztoleranz.

EPE

Abk. für Erotic Power Exchange. In dieser Form von DS-Beziehungen hat der dominante Part jederzeit die Möglichkeit die Macht über das Sexualleben zu übernehmen und eine Session zu beginnen.

Erziehung

Rollenspiel zwischen zwei oder mehreren Menschen. Ein Partner oder beide zusammen stellen Regeln auf, die zu befolgen sind. Bei Mißachtung oder Verstößen gegen diese Vorschriften erhält dieser dann Strafen oder auch Belohnungen bei besonders guter Ausführung oder Beherrschung der Aufgaben. Regeln werden teilweise absichtlich nicht befolgt, oder Aufgaben absichtlich unvollständig erledigt oder schon in der Planung so ausgewählt, daß sie nur sehr schwer oder garnicht einzuhalten oder zu erfüllen sind. Je nach Zusammensetzung und Charakteren werden die gesteckten Grenzen mehr oder weniger eingehalten/überschritten und deren Einhaltung gefordert/durchgesetzt. Aus diesem hin und her oder auch aus den auferlegten Strafen oder gewährten Belohnungen erfahren die Beteiligten im "Freiwilligen Spiel" Ihre Erregung bzw. Befriedigung.

Fake

Als Fake bezeichnet man eine Person, die sich als etwas ausgibt, daß sie/er gar nicht ist.

Fellatio

Lateinischer Ausdruck für den Oralverkehr mit einem Mann.

Femdom

[engl.] Bezeichnung für den Bereich der weiblichen Dominanz (Female Domination).

Fesselung

Das Fixieren (Einschränken des Bewegungsspielraumes) des Partners oder der eigenen Person mit Seilen, Ketten oder sonstigen Hilfmitteln.

Fetisch

Gegenstände oder Materialien, die geeignet sind Empfindungen zu erzeugen, Gefühle zu verstärken oder Gedanken/Errinnerungen wachzurufen. Auch sexuelle Eindrücke oder deren Verstärkung gehören zu den möglichen Auswirkungen. Die Reize selber sind vielfältig, sie reichen von Gerüchen, Schwitzen in der Kleidung, Engegefühl über glänzende Kleidungstücke aus Lack oder Leder, bis hin zu dem Gefühl der zweiten Haut. Aber es kann auch viel einfacher sein. Das Höschen einer Geliebten als Erinnerung an erotische Stunden zu zweit, der Schuh oder ähnliches kann ein Kribbeln über die Haut schicken. Was wann oder wie etwas diesen Stellenwert bekommt, kann man nicht voraussagen.

Fisting

Das Einführen der ganzen Hand (Faust) in die Scheide oder After des/der "Passiven". Hierbei ist es besonders wichtig, sehr viel Gleitmittel zu verwenden und sich sehr viel Zeit zu lassen (nicht unter Druck setzen!).

Flag

[engl.] Abkürzung für Schlagspiele (Flagellation). Ein Flagellant ist ein Sadomasochist, der eine besondere Neigung zu Schlagspielen hat.

Flipping

Rollentausch (auch Switch, Turn-around).

Flogger

Anderer Ausdruck für eine Riemenpeitsche

Gag

[engl.] Knebel (z.b. Ball Gag = Ballknebel)

Gerte

Schlaginstrument. Prinzipiell kann man zwischen der Dressurgerte (lang, dünn, mit einem Faden am Ende) und der Spring- oder Geländegerte (etwas dicker, kürzer und mit einem Lederläppchen am Ende) unterscheiden.

Griechisch

Umschreibung des Analverkehrs.

Golden Shower

[engl.] Spiele mit Urin (siehe auch Natursekt, Watersports).

Halsband

Halsbänder gibt es aus verschiedenen Materialien (Leder, Metall oder Latex) und in verschiedenen Ausführungen, meist werden sie von Submissiven getragen. Ihnen kommt vor allem im DS-Kontext eine besondere Bedeutung als "Besitz-Symbol" zu.

Hanky-Code

Hankycodes (engl: hanky = Taschentuch) dienen in der SM-Szene als Erkennungszeichen für die unterschiedlichen Vorlieben und Neigungen von SadomasochistInnen.

Hodenring

Ring aus Leder, Metall oder Kunststoff, der die Hoden umschließt und errektionsfördernd sein kann.

Hogtie

Amerikanische Fesselung, bei der Hände und Füße aneinander gefesselt werden.

Japan-Bondage

Sehr alte japanische Form des erotischen Fesselns, die optisch wahre Kunstwerke hervorbringen kann.

Katheter

Weiches Kunststoffröhrchen, das in die Blase eingeführt wird, um Harn abzuziehen oder abzulassen (nur mit entsprechender Kenntnis und Erfahrung bitte anwenden!).

Katze

meist neunschwänzige Riemenpeitsche.

Kaviar

Anderes Wort für Kot.

Klistier

medizinisch: Einlauf. Der Bottom bekommt über einen Schlauch oder über ein Rohr vorzugsweise warmes Wasser in den Dickdarm gefüllt. Vorsichtig sollte man mit Beimischungen sein. Alkohol wird z.B. im Darm sehr schnell resorbiert, man wird schneller betrunken. Ganz verzichten sollte man auf Seife und ähnliche Zusätze !

Knebel

Verschließen des Mundes (z.B. mit Ballknebel). Nie ein Tuch dafür nehmen - hierbei droht Erstickungsgefahr!

Krankhafter Sadismus

Im Gegensatz zu den Rollenspielen im S/M-Bereich, ist hier die Zielperson zweitrangig. Hier wird keine rücksicht auf ihr Wohlbefinden genommen. Psychische und pysische Schäden werden billigend in Kauf genommen. Vom gemeinsamen Erleben kann keine Rede sein. Die Zielperson wird mißbraucht und gegen ihren Willen gezwungen Leiden zu erdulden. Die Opfer von krankhaften Sadisten sind austauschbar, eine Vertrauensbasis oder Bindungen/Gefühle sind nicht vorhanden.

Krankhafter Masochismus

Die Person unterliegt einem zwanghaftem Verlangen zu Leiden. Im Gegensatz zu den Rollenspielen im S/M-Bereich, ist ein verantwortungsbewußter Umgang nicht gegeben. Psychische und pysische Schäden der eigenen Person werden in Kauf genommen. Jede Möglichkeit wird ausgenutzt, um sich selber zusäzliche Leiden aufzuerlegen.

Lack, Latex und Leder

Beliebter Fetish im SM-Bereich.

Leatherbutt

[engl.] Ausdruck für die Zerstörung der Gesäßnerven durch zu starken, häufigen Gebrauch von Holzinstrumenten beim Schlagen (Paddle).

Masochism

[engl.] für Masochismus

Masochismus

Nach dem unfreiwilligen Namensgeber Leopold von Sacher-Masoch. Erotischer Masochismus ist die Lust bzw. die Sucht am Schmerz und am Gequältwerden. Der Masochist im Sinne vom BDSM ist gleichberechtigter Partner und Gegenstück zu den Gefühlen und Gedanken des Sadisten. Beide ergänzen sich im freiwilligem Spiel. Sicherheitsabsprachen, offene Gespräche und das sich daraus ableitende Vertrauen ergeben die Basis für die gemeinsame Umsetzung der Fantasien. Der Masochist gibt sich in die Hände des Sadisten um sich durch Ihn an seine Grenzen führen zu lassen. Es ist genau umrissen, was möglich ist und wo genau die Grenzen verlaufen. Allerdings bleibt der genaue Ablauf in der Hand des Sadisten. Dieser letzte Rest von Ungewissheit und Erwartungshaltung in Verbindung zu dem Gefühl des ausgeliefert seins, bringt für den Masochisten die Befriedigung, vor allem aber die sexuelle Erregung. Physische sowie psychische Schäden sind im Gegensatz zum krankhaften Masochismus nicht Ziel der Handlungen, hier ist es eine der möglichen sexuellen Facetten des Liebesspiels.

Metakonsens-Spiel

Session ohne Absicherung durch ein Code(Safe-)wort (kein Abbruch - sehr bedenklich!).

Mindgames

Psychologische Spiele, bei denen der Bottom etwas angedroht bekommt, was aber nicht eintrifft.

Monoglove

Ledersack, mit dem Arme auf dem Rücken gefesselt werden.

Mummyfication

[engl.] Form der Bondage, bei der der ganze Körper eingewickelt wird (z.B. mit Frischhaltefolie oder Klebeband).

Mysophilie

Fachbegriff für Geschmacks- und Geruchsfetish.

Nadelspiele

Durchstechen der Haut mit Nadeln zur Schmerzstimulation.

Natursekt

Andere Bezeichung für Spiele mit Urin (auch Golden Shower oder Watersports genannt).

Nonconsensual (NC)

gegen den Willen des Betroffenen   [Consensual: einvernehmlich].

Okay-Code

der Passive gibt auf Nachfrage sein Okay zum derzeitigen Spiel (Ampel-Code).

OV

Oralverkehr.

Paddle

grosses, flaches Schlagwerkzeug.

Panikhaken

Haken, der sich auch unter Belastung öffnen lässt und so eine höhere Sicherheit gewährleistet (falls z.B. der Bottom ohnmächtig wird).

Parachute

Hoden"fallschirm". Lederteil zur Penisfolter, mit dem durch ausgleichende Belastung auch große Gewichte an den Hoden verteilt werden können.

Penisknebel

Mundknebel, der eine Form wie ein Penis hat (manchmal problematisch wegen seiner Größe/Länge bzw. der Mundanatomie).

Petgames

Spiele, in denen der Bottom wie ein Tier behandelt wird (z.B. als Pony oder Hund etc.).

Piercing

[engl.] Durchstoßung mit einem sehr dünnen Gegenstand an Körperteilen, meist einer Nadel. Heute auch eine sehr weit verbeitete Form der Bodyart.

Plug

auch Butt-Plug (anderes Wort für Analdildo oder Analstöpsel).

Pranger

siehe auch "Stocks". Der Passive steht an Hals und Handgelenken fest gesichert, der rückwärtige Teil ist gut zugänglich.

Protector

[engl.] Beschützer. Fungiert als Aufpasser, Beschützer z.B. auf Parties oder Veranstaltungen.

Psychische Fessel

eine Stellung, in der der Bottom unbewegt verharren muß, als sei er gefesselt.

Queening

Eine Praktik, bei der der aktive Part sich auf das Gesicht des Passiven setzt und eine "Säuberung" verlangt.

Rape / Rape-Phantasien

Vergewaltigungsphantasie (als Spiel-Situation - niemals real !!!)

Realsadimus
Realmasochismus

Psychopathologische Form des Sadismus/Masochismus (schwerer klinischer Zustand). Hierzu zählen etwa Sexualverbrecher und Gewalttäter. Es muss ganz klar zwischen Realsadismus-/masochismus und erotischem Sadismus/Masochismus unterschieden werden.

Reck

SM-Gestell, z.B. Streckbank.

Rimming

Ausdruck für das Lecken oder Penetrieren des Afters mit der Zunge.

Rohrstock

Dünner, langer Stock aus Rattan, der für Flagsessions verwendet wird. Bitte die Finger von Rohrstöcken aus Bambus lassen, diese können splittern und schwerere Verletzungen hinterlassen.

S/M

Abkürzung für Sadomasochismus, wobei die korrekte Bezeichnung eigentlich Sadismus und Masochismus lautet. Grundsätzlich kann man zwischen 2 Richtungen unterscheiden: dem klassischen SM (die Lust am Schmerz) und DS (Lust an der Unterwerfung, auch als Lifestyle).

Sacher-Masoch

(voller Name: Leopold, Ritter von Sacher-Masoch) Renomierter Literat des 19. Jahrhunderts und unfreiwilliger Namensgeber des Masochismus. Das bekannteste Werk von Sacher-Masoch ist "Venus im Pelz" in dem sich der Protagonist Severin pelztragenden Frauen unterwirft. Dem Buch sind 2 Sklavenverträge angehängt, die Sacher-Masoch mit seiner Frau Wanda abschloss. Sacher-Masoch scheiterte im wirklichen Leben daran, seiner extrem subissiv-masochistischen Neigung nachzukommen.

Sadism

[engl.] für Sadismus

Sadismus

Sadismus ist die Lust, bzw. die Sucht am/zu Quälen. Im Leben eines jeden Menschen spielen Grenzbreichserfahrungen eine große Rolle. Sie werden in den verschiedensten Lebensbereichen gesucht und gefunden. Extremsportarten setzen sich z.B. immer weiter durch. Der Sadist im Sinne von BDSM zieht seine Befriedigung und sexuelle Erregung aus der Möglichkeit, seinen Partner im einvernehmlichen Spiel an diese Grenzbereiche zu führen und Macht auszuüben. Er kann seine Neigungen nicht ohne das Vertrauen und das Einverständniß seines Partners umsetzen. Der Sadist übt niemals die absolute Befehlsgewalt aus. Er hat genausoviel Macht über seinen Partner, wie dieser bereit ist ihm einzuräumen. Das persönliche offene Gespräch und auch Sicherheitsabsprachen ermöglichen das gemeinsame, erfüllte Umsetzen und Ausleben der Fantasien, welche sich gegenseitig ergänzen und ineinandergreifen. Der Sadist braucht als Partner den Masochisten als Gegenstück. Physische sowie psychische Schäden sind im Gegensatz zum krankhaften Sadismus/Masochismus nicht Ziel der Handlungen, sondern Verantwortungsbewußtsein für den Partner steht uneingeschränkt an erster Stelle.

Sadomasochismus

Bezeichnung für die sexuelle Minderheit, die neben dem "normalen" Sex eine Erregung aus Spielen mit Machtgefälle und Schmerzen bezieht.

Safer Sex

Wie auch bei konventionellem Sex, besteht auch beim Sadomasochismus eine grosse Infektionsgefahr mit verschiedenen Krankheiten wie AIDS oder Hepatitis. Deswegen sollte man bei verschiedenen Praktiken (Cutting, Piercing, Cunnilingus etc.) größte Vorsorge gegen Infektionen treffen. Handschuhe, Kondome oder Dentaldämme bieten hier großen Schutz.

Safeword

Codewort, mit dem ein Partner ein Spiel im Notfall sofort beenden kann.

Sarilomanie

Spiele mit Körperflüssigkeiten

Scat

[engl.] Spiele mit Kot.

Serva/ Servus

Lateinisch für Dienerin/Diener.

Session

Handlung zwischen einem oder mehreren Sadomasochisten, wird auch "Spiel" genannt.

Sicherheitsabsprachen

Das Minimum an sadomasochistischer Sicherheit für die beteiligten Partner

Slap

[engl.] Schlag mit der flachen Hand.

Slowword

Sonderform des Safewords, mit dem der "Passive" nicht anzeigt, dass das Spiel abgebrochen werden soll, sondern daß der Aktive "langsamer" machen soll.

Spanking

[engl.] Schlagspiele mit der Hand. Spanking gilt als der sicherste Einstieg in die Welt der Schlagspiele, da der aktive den Schmerz auch auf seiner Hand spürt, und so das richtige Dosieren lernen kann.

Speculum

Medizinisches Gerät zum Spreizen der Vagina bzw. des Anus (Gynäkologie).

Spreadeagle

Amerikanische Fesselung mit gespreizten Armen und Beinen.

Spreizstange

Metall- oder Holzstange mit Befestigungsmöglichkeitan an beiden Enden (und Mitte), um Arme und Beine auf Abstand zu fesseln.

Stocks

[engl.] Pranger. Der Passive steht an Hals und Handgelenken fest gesichert, der rückwärtige Teil ist gut zugänglich.

Strap-on-Dildo

Dildo zum Umschnallen. Wird meist von Frauen benutzt, um Männer oder andere Frauen zu "verwöhnen".

Streckbank

Liege, die Fesselungsmöglichkeiten für Handgelenke und Fußgelenke hat, zum Dehnen des Körpers.

Stromspiele

Sexueller Reiz durch leichte bis mittlere Stromstöße. (Vorsicht: Niemals in Herzregion befestigen, für Personen mit Herzschrittmacher völlig tabu!)

Submission

[engl.] für Unterwerfung (sich beherrschen lassen)

Suspension-Bondage

Bondage, bei der der "Passive" freischwebend aufgehängt wird. Besonders geeignet hierfür sind Fallschirmspringergurte oder Haltegurte von Kletterern.

Switch(er)

Sadomasochist, der zwar in der Regel eine Vorliebe für eine der beiden Rollen hat, diese aber immer wieder mal wechselt.

Tawse

Ein längliches Schlaginsturment aus einem oder zwei übereinander liegenden Lederstreifen, die am Ende gespalten sind.

Titilation

Kitzel-Folter.

Top

Begriff für den "aktiven" dominanten Partner in einem Spiel. Den "passiven" Part in einem Spiel nennt man Bottom.

Top Drop

[engl.] Ausdruck für Depressionen oder Schuldgefühle des Aktiven, die nach einem Spiel auftreten können, auch wenn dieses Spiel eigentlich erfolgreich war.

Toys

[engl.] Spielzeug. Mit Toys sind die "Instrumente" gemeint, die Sadomasochisten in ihren Spielen verwenden - quasi das "Handwerkszeug".

TPE

Abkürzung für Total Power Exchange (Völliger Austausch bzw. Abgabe der Macht). Die extremste Form des DS-Lifestyles, in der der submissive Part sämtliche Kontrolle und Rechte an den dominanten Part abgibt.

T6

Abkürzung für Telefon-Sex.

TT

Brustfolter (Abbinden, Klammern, Wachs, etc.)

Tunnel-Spiele

sie können, wenn sie einmal begonnen haben, nicht abgebrochen werden (z.B. wegen Auftragens von Rheumasalbe auf Genitalien). Das Spiel gleicht also für die Beteiligten der Durchschreitung eines Tunnels.

Umschlagen

Wenn ein langes Schlaginstrument (Peitsche, Gerte) die Hüfte umschlägt... hierbei können schwerste Verletzungen entstehen.

Unterwerfung

Manche Menschen genießen es, anderen Menschen ihres Vertrauens Macht über sich zu geben. Je nach Vertrauen erstreckt sich diese selbstgewählte Machtlosikeit auch auf das Erleben sexueller Reize und Empfindungen. Sicherheitsabsprachen und die gegenseitige Achtung voreinander sind wichtigste Voraussetzung für dieses freiwillige und erfüllende Spiel.

Urtikation

Schlagspiele mit Brennesseln.

Vanilla

[engl.] Vanille. Gebräuchlicher Begriff für nicht-sadomasochistische Praktiken (auch Vanille- oder Blümchensex genannt).

Verbal-Erotik

Sprachliche "Kicks" beim Liebesspiel...

Violet Wand

Batteriebetriebene Geräte, die elktrische Funken auf die Haut überspringen lassen. (Hierbei besteht keine Gefahr für das Herz)

Wachsspiele

Das Beträufeln des Körpers mit heißem Kerzenwachs.

Watersports

[engl.] Spiele mit Urin (siehe auch Golden Shower und Natursekt).

Windelspiele

Rollenspiele mit Windeln, Fetischismus

wrap around

Flexible Schlaginstrumente wie Peitschen oder Reitgerten haben die Eigenschaft, sich um den Körper des "Passiven" zu wickeln (das sog. Umschlagen). Das Ende des Schlaginstrumentes wird schneller und kann dabei ernste Verletzungen hervorrufen.

X-Stellung

Der passive Part wird mit weit gespreizten Armen und Beinen fixiert.

Y-Stellung

Aufhängen (Bondage) eines Parts kopfüber (nach unten!) mit weit gespreizten Beinen.

Zoophilie

Ausschließliches oder bevorzugtes Ausleben der Sexualität mit Tieren (in der Phantasie).

Züchtigung

Bezeichnung für Erziehungsspiele.

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